Average Daily Rate (ADR)
Zusammengefasst beschreibt die Average Daily Rate den durchschnittlichen Umsatzerlös pro bezahltem belegten Zimmer in einem bestimmten Zeitraum.
Hier kannst du ganz einfach deine ADR berechnen:
Erklärung – So berechnest du deine ADR
Durch den Einsatz einer Hotelsoftware kannst du deinen ADR erfassen und ermitteln wie sich deine Performance über einen bestimmten Zeitraum entwickelt hat. Außerdem dient es auch zum Vergleich mit anderen Hotels. In einem direkten Vergleich mit anderen Hotels solltest du allerdings vorsichtig sein. Bei der durchschnittlichen Tagesrate fließt die Auslastung des Hotels nicht in die Berechnung ein. Für einen Wettbewerbsvergleich eignet sich der RevPar beziehungsweise der TRevPar besser. Möchtest du einen wirtschaftlichen Vergleich machen, solltest du den ARPAR betrachten.
So könnte ein Hotel mit 5 exklusiven Zimmern eine Rate von 150 € haben. Im Gegensatz hätte ein Hotel mit 100 Zimmer nur eine Average Daily Rate von 70 €. Dennoch ist es wahrscheinlicher, dass das Hotel mit 100 Zimmer einen größeren Rohertrag und Gewinn erzielt.
Eine steigende Rate deutet darauf hin, dass ein Hotel durch die Vermietung der Zimmer mehr Umsätze erzielt. Die Rate kannst du zum Beispiel durch Upselling oder Cross Selling Aktionen erhöhen. Ein weiteres Problem ist, dass keine Gebühren für No-Shows eingerechnet sind. So kann ein Hotel an einem Tag höhere Umsätze haben, diese sind jedoch nicht in die Berechnung miteinbezogen.
Dynamische Preisgestaltung
Durch die durchschnittliche Tagesrate kannst du die Entwicklung der dynamischen Preise erkennen. Früher gab es oftmals Saisonpreise oder Jahrespreise. Die Average Daily Rate hat sich dadurch kaum verändert und war stetig gleich. Sobald aber ein Hotel mit dynamischer Preisgestaltung arbeitet, können an den Hoch- und Tiefpunkten der ADR Rückschlüsse auf die Nachfrage gemacht werden. Eine hohe ADR bedeutet, dass der Markt schon früh eine hohe Nachfrage hatte. Den Preis kannst du dementsprechend anpassen. Bei einem geringem ADR war die Nachfrage schwächer als erwartet und der Preis wurde gesenkt. Somit spielt die Average Daily Rate beim Yield Management und der Preisoptimierung eine große Rolle.
Vorgehensweise zur ADR Berechnung
Man addiert die Preise aller Übernachtungen für den jeweiligen Tag und teilt diesen Wert durch die Anzahl der Übernachtungen.
Beispiel Rechnung:
Über booking.com wurden 15 Zimmer zum Preis von 100 € gebucht. Die verkauften Zimmer über die eigene Website lagen bei 90 € und wurden 20 mal verkauft.
Somit ergeben sich die Umsätze von 1.500 € und 1.800 €. Der Gesamtumsatz lag an diesem Tag bei 3.300 €.
Nun muss der Gesamtumsatz durch die Anzahl der verkauften Zimmer geteilt werden: 3.300 € / 35 Zimmer = 94,30 €.
Die Durchschnittsrate lag an diesem Tag bei 94,30 €.
Dieser Wert kann für die Entwicklung der durchschnittlichen Tagesrate im Hotel als guter Vergleichswerte für zukünftige Raten gelten. Um eine wirtschaftliche Prognose zu treffen, sollte der ARPA bevorzugt werden. Der ARPA betrachtet noch zusätzliche Verkäufe und Einahmen aus F&B, Wellnessanwendungen, Bankett sowie sonstige Verkäufe. Des Weiteren werden variable Kosten abgezogen, sodass aus betriebswirtschaftlicher Betrachtung ein Vergleich stattfinden kann. Bei allen KPI ist aber zu beachten, dass oftmals Werbekosten oder Provisionszahlungen nicht betrachtet werden. Provisionszahlungen an booking.com, hrs, expedia etc. schmälern den Umsatz der Buchungen.
ADR Index
Der Index vergleicht die eigene ADR mit der des Mitbewerbers.
ADR Index = ADR / ADR Wettbewerber x 100
Beispiel für die Berechnung des ADR-Indexes:
Dein Hotel hat eine Average Daily Rate von 100 €. Die durchschnittliche Rate der Mitbewerber beträgt 90 €.
100 € / 90 € x 100= 111,11
Das bedeutet, das Hotel hat eine höhere ADR als die Mitbewerber.
und überzeuge dich selbst
Vergiss manuelle Preisanpassungen. Mit happyhotel maximierst du deine Einnahmen, ohne ständig die Preise zu checken.