Die Kosten eines Revenue Management Systems bestehen aus mehr als dem monatlichen Abo. Deshalb lohnt es sich, die gesamte Investition zu betrachten.
Ein Hotel mit 50 Zimmern sieht vielleicht ein RMS für 300 € pro Monat und ein anderes für 400 € und hält das erste automatisch für günstiger. Doch die monatliche Lizenzgebühr allein sagt sehr wenig über die tatsächliche Wirtschaftlichkeit des Systems aus.
Um RMS-Kosten richtig zu vergleichen, musst du dir ansehen, was enthalten ist, was extra kostet und wie viel Nutzen das System schaffen müsste, um die Investition zu rechtfertigen.
Dazu können gehören:
- Abokosten für die Software
- Kosten für PMS-Anbindung oder Schnittstellen
- Einrichtung und Onboarding
- Erforderliche Zusatzmodule
- Interner Einführungsaufwand
- Laufender Aufwand für die Preisgestaltung
- Mögliche Umsatzsteigerung
- Zeitersparnis durch Automatisierung
Ein RMS kann Hotels auf verschiedene Weise unterstützen: Es hilft, Zeiten mit hoher Nachfrage besser zu nutzen, unnötige Rabatte zu vermeiden, wichtige Tage früher zu erkennen, die Preisgestaltung konsistenter zu machen und manuelle Arbeit zu reduzieren.
Die finanzielle Frage lautet also nicht einfach:
„Was kostet das RMS?“
Sondern:
„Was kostet das System insgesamt und welche Verbesserungen müssten wir erzielen, damit sich die Investition lohnt?“
Wenn du noch vergleichst, was ein RMS eigentlich leisten soll, beginne mit unserem Artikel Revenue Management Software für Hotels auswählen: So findest du das passende System. Dieser Artikel konzentriert sich ausschließlich auf die finanzielle Entscheidung.
Was kostet eine Revenue Management Software für Hotels?
Ein einheitliches Preismodell für eine Revenue Management Software im Hotel gibt es nicht.
Je nach Anbieter kann ein RMS abgerechnet werden:
- pro Zimmer
- pro Haus
- nach Hotel- oder Zimmerzahl-Staffel
- nach Produktpaket
- nach Modul
- über ein individuelles Angebot für größere oder komplexere Betriebe
Auch was im Preis enthalten ist, kann sich deutlich unterscheiden.
Bei einem Anbieter sind Prognosen, automatische Preisgestaltung und Mitbewerberdaten möglicherweise in einem Paket enthalten, während andere Anbieter bestimmte Funktionen nur in höheren Tarifstufen oder als Zusatzmodule anbieten.
Auch Schnittstellen, Onboarding, Funktionen für mehrere Häuser und Support-Vereinbarungen können sich unterscheiden.
Deshalb muss ein sinnvoller RMS-Kostenvergleich über die monatliche Grundgebühr hinausgehen.
Prüfe beim Vergleich der Systeme die Konfiguration, die dein Hotel tatsächlich braucht:
| Preisbestandteil | Worauf du achten solltest |
|---|---|
| Basis-Abo | Pro Zimmer, pro Haus, Zimmerzahl-Staffel, Paket oder individuelles Angebot? |
| Mindestabrechnung | Gibt es eine Mindestzimmerzahl, eine Gebühr pro Haus oder ein jährliches Minimum? |
| PMS-Anbindung | Im RMS-Preis enthalten oder separat berechnet? |
| Einrichtung & Onboarding | Enthalten, einmalige Gebühr oder optionale kostenpflichtige Leistung? |
| Rate Shopping | Enthalten oder ein separates Modul bzw. Add-on? |
| Mehrere Häuser | Enthalten, pro Haus berechnet oder als separates Paket? |
| Schulung & Support | Welcher Umfang ist enthalten und wird zusätzlicher Support berechnet? |
| Vertrag & Abrechnung | Monatlich, jährlich oder mehrjährige Bindung? |
| Weitere Module | Sind Prognose, Reporting oder andere benötigte Funktionen im gewählten Paket enthalten? |
Es geht nicht darum, davon auszugehen, dass jeder Anbieter diese Bestandteile separat berechnet. Es geht darum zu verstehen, was im Preis, den du vergleichst, enthalten ist. Die aussagekräftigste Zahl ist deshalb nicht unbedingt das monatliche Abo auf einer Preisseite, sondern die jährlichen Gesamtkosten für die Nutzung des RMS, so wie dein Hotel es tatsächlich braucht.
Was sind die wahren Kosten eines Revenue Management Systems?
Die gesamte Investition kann über das Software-Abo hinausgehen.
Eine hilfreiche Struktur für RMS-Kosten besteht aus vier Bereichen:
- Software-Abo
- Anbindung und Einrichtung
- Erforderliche Module und Add-ons
- Interner Zeitaufwand
1. Software-Abo
Das Abo ist der sichtbarste Kostenpunkt, aber Anbieter gestalten es unterschiedlich.
Ein RMS kann abgerechnet werden nach:
- Zimmer
- Haus
- Hausgröße
- Produktstufe
- Modul
- individueller Vereinbarung
Vergleiche die Jahreskosten bei gleichwertigem Funktionsumfang.
RMS-Pakete können unterschiedlich viele Funktionen enthalten. Am aussagekräftigsten ist deshalb der Vergleich von Konfigurationen, die abdecken, was dein Hotel tatsächlich braucht. Entscheidend ist also nicht, welcher Anbieter den niedrigsten Listenpreis hat, sondern welche Funktionen du für diesen Preis bekommst.
2. Kosten für Anbindung und Einrichtung
Ein RMS ist auf verlässliche Hoteldaten angewiesen, meist über das Property-Management-System.
Kläre vor dem Preisvergleich, ob der genannte Preis Folgendes enthält:
- PMS-Anbindung
- Schnittstellengebühren
- Ersteinrichtung
- Konfiguration historischer Daten
- Zuordnung von Zimmerkategorien und Preisen
- Tests
- Schulung
- Onboarding-Support
Deshalb lohnt es sich zu verstehen, was hinter dem Preis pro Zimmer steckt und was in der kompletten Einrichtung enthalten ist.
3. Optionale Module
Manche Funktionen liegen möglicherweise außerhalb des gewählten Pakets.
Je nach Anbieter kann dazu gehören:
- Rate Shopping (Mitbewerberpreise)
- Funktionen für mehrere Häuser
- Erweitertes Reporting
- Portfolio-Funktionen
- Zusätzliche Integrationen
- Andere Spezialmodule
Bitte die Anbieter darum, dir das Setup anzubieten, das du realistisch nutzen wirst, und nicht nur die möglichst günstige Konfiguration.
4. Interner Zeitaufwand
Der interne Zeitaufwand wird leicht übersehen.
Auch ein RMS, das Arbeit automatisieren soll, erfordert Einsatz bei:
- der Anbieterauswahl
- der Einführung
- der Schulung
- der ersten Preiseinrichtung
- der Beobachtung und Anpassung in der Anfangszeit
Sinnvoll ist der Vergleich mit dem aktuellen Aufwand für die Preisgestaltung im Hotel.
Wenn dein Team derzeit Stunden damit verbringt, künftige Tage zu prüfen, Mitbewerberpreise zu kontrollieren, den Pickup zu beobachten und Preise manuell anzupassen, kann ein Teil dieser Arbeit nach der Einführung entfallen.
Auch die dadurch eingesparte Arbeitszeit kann in die Wirtschaftlichkeitsberechnung einfließen.

Anbieter mit den Gesamtkosten (Total Cost of Ownership) vergleichen
Ein einfaches Gesamtkosten-Modell sieht so aus:
Jährliches Software-Abo + Kosten für Anbindung oder Schnittstellen + Kosten für Onboarding und Einrichtung + erforderliche Add-ons + sonstige laufende Gebühren = jährliche RMS-Gesamtkosten
Bei mehrjährigen Verträgen solltest du die Kosten im ersten Jahr von den laufenden Jahreskosten trennen, denn Einführungs- und Anbindungsgebühren können das erste Jahr teurer machen.
Vorlage für den RMS-Kostenvergleich
Verwende für jeden Anbieter dieselbe Struktur.
| Kostenkategorie | Anbieter A | Anbieter B | Anbieter C |
|---|---|---|---|
| Jahres-Abo | |||
| PMS-/Schnittstellengebühren | |||
| Einrichtung/Onboarding | |||
| Rate Shopping | |||
| Prognose/Automatisierung | |||
| Mehrere Häuser | |||
| Erforderliche Zusatzmodule | |||
| Schulung/Support | |||
| Gesamtkosten im ersten Jahr | |||
| Laufende Jahreskosten |
So kannst du die Angebote direkt miteinander vergleichen, statt nur Abopreise gegenüberzustellen, die unterschiedliche Leistungen umfassen.
Wann rechnet sich ein RMS?
Ein RMS rechnet sich, wenn der messbare Nutzen, den es schafft, die Kosten seiner Nutzung übersteigt.
Dieser Nutzen kann aus mehr als einer Quelle kommen.
Ein sinnvoller RMS-Business-Case betrachtet drei Bereiche gemeinsam:
- Umsatzpotenzial
- Zeit- und Prozessnutzen
- Entscheidungsqualität und Konsistenz

1. Umsatzpotenzial
Suche nach Stellen, an denen dir aktuell möglicherweise Preischancen entgehen.
Zum Beispiel:
- Ist das Hotel regelmäßig ungewöhnlich früh ausverkauft?
- Bleiben die Preise gleich, obwohl die Buchungsgeschwindigkeit anzieht?
- Werden wichtige Events manchmal erst entdeckt, nachdem die Buchungen schon gestiegen sind?
- Verkaufen sich manche Zimmerkategorien deutlich schneller als andere, ohne dass sich die Preise entsprechend ändern?
- Werden Rabatte schnell geöffnet, wenn der kurzfristige Pickup schwach aussieht?
- Werden künftige Tage selten geprüft, weil dem Team die Zeit fehlt?
Diese Signale können dir nicht genau sagen, wie viel Umsatz ein RMS erzielen wird.
Sie zeigen dir, wo Chancen im Revenue Management liegen könnten.
Einen pauschalen prozentualen Zuwachs, der für jedes Hotel gilt, gibt es nicht. Die Performance hängt vom Markt des Hotels, vom Nachfragemuster, vom aktuellen Preisprozess, vom Ausgangspunkt und von der Einführung ab.
2. Zeit- und Prozessnutzen
Messe als Nächstes den aktuellen Aufwand für die Preisgestaltung.
Frage dich:
- Wie viele Stunden pro Woche gehen für die Preisgestaltung drauf?
- Wer macht diese Arbeit?
- Wie viel manuelle Kontrolle der Mitbewerber ist damit verbunden?
- Wie viele künftige Tage müssen geprüft werden?
- Wie viele Zimmerkategorien brauchen individuelle Aufmerksamkeit?
- Wie abhängig ist der Preisprozess von der Verfügbarkeit einer einzelnen Person?
Automatisierung kann helfen, den Preisprozess konsistent zu halten, auch wenn die verantwortliche Person andere Prioritäten hat oder nicht verfügbar ist.
Für manche Hotels machen die Zeitersparnis und die Verbesserung der Arbeitsabläufe einen erheblichen Teil des Gesamtnutzens aus.
So reduziert happyhotel den manuellen Preisaufwand
happyhotel überwacht künftige Tage laufend und erstellt Preisempfehlungen auf Basis der Buchungslage, der Prognose und relevanter Nachfragesignale des Hotels. Mit dem Autopiloten können Preisänderungen außerdem automatisch umgesetzt werden, und zwar innerhalb der Preisstrategie und der Grenzen, die das Hotel festgelegt hat.
Für ein Hotel, in dem sich jemand derzeit manuell um Pickup, Mitbewerberpreise und künftige Preise kümmert, liegt hier ein Teil des operativen Nutzens eines RMS.
3. Entscheidungsqualität und Konsistenz
Nicht jeder Vorteil lässt sich direkt in Euro beziffern.
Überlege:
- Werden wichtige Tage konsequent geprüft?
- Kann das Team erklären, warum sich Preise geändert haben?
- Basieren die Preise auf aktuellen Buchungsdaten?
- Werden alle relevanten Zimmerkategorien geprüft?
- Reagiert das Hotel konsequent, wenn sich die Nachfrage ändert?
- Hängt die Preisgestaltung hauptsächlich von der Verfügbarkeit oder dem Bauchgefühl einer einzelnen Person ab?
Entscheidungsqualität taucht in einer ROI-Berechnung vielleicht nicht als eigene Zeile auf, kann aber Umsatz, Arbeitsaufwand und betriebliche Konsistenz beeinflussen.
Wie bessere Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen aussieht
Ein RMS sollte nicht nur Preise ändern. Das Hotel sollte auch verstehen können, warum sich eine Empfehlung geändert hat.
Mit der Pricing Transparency von happyhotel sehen Hotels die Faktoren hinter einer Empfehlung, darunter den Nachfrageindikator, Events und Mitbewerberpreise, sowie ob die Buchungsentwicklung oder die eigenen Preiseinstellungen des Hotels das Endergebnis beeinflusst haben.
So berechnest du ROI, Break-even und die Zeit bis zur Rückzahlung
Wenn du die Gesamtkosten des RMS kennst und weißt, wo Nutzen entstehen kann, lässt sich die Wirtschaftlichkeit direkter berechnen.
Drei Berechnungen sind hilfreich:
- ROI
- Rückzahlzeit
- Break-even-Verbesserung
Mehrumsatz ist nicht dasselbe wie Gewinn
Bei der ROI-Berechnung hilft es, zwischen zusätzlichem Zimmerumsatz und dem Deckungsbeitrag bzw. Gewinn zu unterscheiden, den das Hotel am Ende behält. Wenn ein RMS zu 10.000 € zusätzlichem Zimmerumsatz im Jahr beiträgt, bedeutet das nicht automatisch, dass das Hotel 10.000 € Gewinn gemacht hat.
Mit zusätzlichem Umsatz können auch weitere Kosten verbunden sein, beispielsweise:
- Vertriebsprovisionen
- Transaktionskosten
- variablen Zimmerkosten
- sonstigen zusätzlichen Betriebskosten
Wo die Daten vorliegen, sollte eine genauere ROI-Berechnung deshalb den zusätzlichen Deckungsbeitrag oder Gewinn heranziehen und nicht allein den Bruttoumsatz.
So berechnest du den RMS-ROI
Eine gängige ROI-Formel lautet:
ROI = (finanzieller Nutzen − RMS-Kosten) ÷ RMS-Kosten × 100
Bei einem RMS kann der messbare finanzielle Nutzen Folgendes umfassen:
- Zusätzlicher Deckungsbeitrag aus verbessertem Zimmerumsatz
- Finanzieller Wert eingesparter Arbeitszeit
- Sonstige messbare Betriebskosteneinsparungen
Beispielrechnung zum ROI
Angenommen, die kompletten jährlichen Kosten eines RMS betragen:
4.000 €
Im Messzeitraum führt das Hotel auf den neuen Revenue-Management-Prozess zurück:
8.000 € zusätzlichen Deckungsbeitrag
und:
2.000 € messbare Einsparungen bei der Arbeitszeit
Gesamter messbarer Nutzen:
8.000 € + 2.000 € = 10.000 €
Nettonutzen:
10.000 € − 4.000 € = 6.000 €
ROI:
6.000 € ÷ 4.000 € × 100 = 150 %
Das ist ein Rechenbeispiel und kein Richtwert dafür, was ein Hotel erwarten sollte.
Entscheidend ist dabei:
Nutze die tatsächlichen Kosten und den messbaren Nutzen deines Hotels, statt pauschal von einem allgemeinen Branchenzuwachs auszugehen.
So berechnest du, wann sich ein RMS rechnet
Der ROI misst den Ertrag im Verhältnis zur Investition.
Die Rückzahlzeit beantwortet eine andere Frage:
Wie lange dauert es, bis der geschaffene messbare Nutzen die Investition gedeckt hat?
Eine vereinfachte Formel lautet:
Rückzahlzeit in Monaten = RMS-Investition ÷ durchschnittlicher monatlicher finanzieller Nutzen
Wenn die jährliche RMS-Investition 4.000 € beträgt und der messbare zusätzliche Deckungsbeitrag bzw. die Einsparungen im Schnitt 1.000 € pro Monat betragen:
4.000 € ÷ 1.000 € = 4 Monate
Die vereinfachte Rückzahlzeit beträgt damit:
4 Monate
Auch das ist eine Beispielrechnung und kein erwartetes Ergebnis.

Die Break-even-Verbesserung berechnen
Überlege nicht zuerst, was ein RMS erreichen könnte, sondern welche Kosten dafür anfallen. Rechne von deinen tatsächlichen Kosten rückwärts und frage dich:
Welche Verbesserung bräuchte unser Hotel, damit diese Investition ihre Kosten deckt?
Angenommen, die kompletten jährlichen Kosten eines RMS für ein Hotel mit 50 Zimmern betragen:
4.000 € pro Jahr
und der jährliche Zimmerumsatz beträgt:
1.000.000 €
Dann gilt:
4.000 € ÷ 1.000.000 € × 100 = 0,4 %
4.000 € entsprechen also 0,4 % des jährlichen Brutto-Zimmerumsatzes.
Das ist ein Rechenbeispiel und kein Richtwert. Es bedeutet auch nicht, dass 0,4 % mehr Bruttoumsatz automatisch 4.000 € zusätzlichen Gewinn bringen.
Aber es gibt dem Hotel eine konkrete Schwelle, die es prüfen kann:
Können der zusätzliche Deckungsbeitrag, die gesparte Zeit und der sonstige betriebliche Nutzen zusammen die Investition realistisch decken?
Das ist eine nützlichere Frage für den Business Case, als von einem angenommenen Ergebnis auszugehen.

Was solltest du messen, bevor du ein RMS einführst?
Wenn du den ROI später bewerten möchtest, lege vor der Einführung eine Ausgangsbasis fest.
Sonst lässt sich schwer erkennen, was sich verändert hat.
Eine nützliche Ausgangsbasis lässt sich in drei Bereiche gliedern.
Finanzielle Ausgangsbasis
Erfasse:
- Zimmerumsatz
- ADR
- RevPAR
- Auslastung
- Deckungsbeitrag bzw. Deckungsbeitragsmarge, sofern verfügbar
Revenue-Management-Ausgangsbasis
Erfasse:
- Pickup
- Buchungsgeschwindigkeit
- Tage, die ungewöhnlich früh ausverkauft sind
- Wichtige Nachfragetage, die zu spät entdeckt wurden
- Performance nach Zimmerkategorie
- Rabattnutzung
- Häufigkeit von Preisänderungen
Operative Ausgangsbasis
Erfasse:
- Wöchentlich für die Preisgestaltung aufgewendete Stunden
- Manuelle Mitbewerberchecks
- Anzahl der geprüften künftigen Tage
- Anzahl manueller Preisanpassungen
- An der Preisgestaltung beteiligte Personen
Es geht nicht darum zu behaupten, dass jede spätere Verbesserung ausschließlich vom RMS kam.
Die Hotelperformance wird beeinflusst von:
- Marktnachfrage
- Events
- Saisonalität
- Vertrieb
- Marketing
- Verhalten der Mitbewerber
- Veränderungen am Hotel selbst
Mit diesen Ausgangsdaten kannst du die Ergebnisse vor und nach der Einführung besser vergleichen.
Wie lange solltest du einem RMS Zeit geben, bevor du den ROI beurteilst?
Einen allgemeingültigen Zeitraum, nach dem sich jedes RMS gerechnet haben sollte, gibt es nicht.
Das richtige Messfenster hängt ab von:
- der Saisonalität des Hotels
- der Buchungsvorlaufzeit
- dem Zeitpunkt der Einführung
- den verfügbaren historischen Daten
- der Schwankungsbreite der Nachfrage
- dem Zeitpunkt im Geschäftsjahr, zu dem das RMS live geht
Ein stark saisonales Haus braucht zum Beispiel möglicherweise einen längeren oder repräsentativeren Messzeitraum, um die finanzielle Wirkung richtig zu verstehen.
Lege vor der Einführung fest, was du misst und wann du die Ergebnisse prüfst.
Manche Indikatoren lassen sich schnell beobachten:
- Gesparte Zeit
- Anzahl der Preisanpassungen
- Konsistenz des Preis-Workflows
- Weniger manuelle Kontrollen
Die finanzielle Wirkung braucht oft einen längeren und repräsentativeren Messzeitraum.
Wie der Nutzen eines RMS in der Praxis aussehen kann
Der Nutzen eines RMS zeigt sich nicht immer auf dieselbe Weise. Bei einem Hotel liegt die größte Wirkung vielleicht in einem höheren Umsatz oder einer höheren ADR, bei einem anderen in der Zeit, die durch automatische Preisgestaltung gespart wird.
Die folgenden Beispiele zeigen, welche Vorteile happyhotel-Kunden nach der Einführung des Systems festgestellt haben. Es handelt sich um individuelle Kundenergebnisse, die nicht als Richtwert für das gelten, was jedes Hotel erreicht.
Sonnenhof Lautenbach: Umsatz und Gewinn
Rodolfo Schierloh vom Sonnenhof Lautenbach berichtet, dass der Umsatz nach der Einführung von happyhotel um 15 % gestiegen ist.
„Seit der Einführung von happyhotel im letzten Jahr ist der Umsatz um 15 % gestiegen. Noch wichtiger aber: Jeder zusätzliche Euro, den wir durch happyhotel erwirtschaften, bedeutet 90 % Gewinn für uns.“
Dieses Beispiel ist hilfreich, weil es das Umsatzwachstum von dem trennt, was das Hotel nach eigener Aussage von jedem zusätzlichen Euro behält.
Zur Kundengeschichte des Sonnenhof Lautenbach →
Coffee Fellows Hotel: Zeitersparnis
Ramona Wolters vom Coffee Fellows Hotel beschreibt eine andere Art von Nutzen:
„Bei den Preisen verlassen wir uns komplett auf den Algorithmus, der die Preise automatisch anpasst. Das spart uns viel Zeit.“
Für Hotels, in denen die Preisgestaltung viel Management-Zeit bindet, kann diese Art der operativen Einsparung neben der finanziellen Performance Teil des RMS-Business-Case sein.
In happyhotel legen Hotels Mindest- und Maximalpreise sowie Preisstrategien fest, und die automatische Preisgestaltung arbeitet innerhalb dieser Vorgaben.
Zur Kundengeschichte des Coffee Fellows Hotel →
Kundenergebnisse können veranschaulichen, welche unterschiedlichen Formen der RMS-Nutzen annehmen kann.
Sie sind keine allgemeingültigen Leistungsversprechen.
| Hotel | Berichteter Nutzen |
|---|---|
| Sonnenhof Lautenbach | Umsatz und Gewinn |
| Coffee Fellows Hotel | Zeitersparnis |
Berechne dein eigenes Umsatzpotenzial, statt dich auf einen pauschalen Richtwert zu verlassen
Die eigenen Kennzahlen eines Hotels sind aussagekräftiger als pauschale Versprechen auf Basis von Branchendurchschnittswerten. Zwei kostenlose happyhotel-Tools helfen dir einzuschätzen, ob sich Revenue Management Software für dein Haus lohnen könnte:
- Die Potenzialanalyse nutzt Informationen zu deinem Hotel, deinem Markt und deiner Zielgruppe, um die mögliche Umsatzsteigerung, den ROI-Faktor und die erwarteten Kosten zu schätzen.
- Mit dem Rentabilitätsrechner gibst du Zimmerzahl, Jahresumsatz und wöchentlichen Preisaufwand ein und siehst, wie sich verschiedene angenommene Umsatzsteigerungen auf die Rückzahlzeit und die Zeitersparnis auswirken.
Nutze die Potenzialanalyse für eine erste, hotelspezifische Einschätzung. Nutze den Rechner, um deine eigenen Annahmen zu testen, zum Beispiel, was mit der Rückzahlzeit passiert, wenn die Verbesserung kleiner ausfällt als erhofft. Wenn du mehrere realistische Szenarien durchspielst, siehst du besser, wie sich der Business Case unter verschiedenen Annahmen verändert.
Beide liefern Schätzungen, keine Garantien. Keines von beiden ersetzt die Messung der Ergebnisse nach der Einführung.
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Mit der kostenlosen Potenzialanalyse von happyhotel erfährst du anhand deiner eigenen Hoteldaten, wie viel zusätzlichen Umsatz du erzielen könntest, mit welcher Rendite du rechnen kannst und welche Kosten entstehen. Individuell für dein Hotel berechnet statt auf Basis von Branchendurchschnittswerten.
So ordnest du RMS-ROI-Zahlen richtig ein
Kundenergebnisse und Branchen-Benchmarks können nützlichen Kontext liefern. Um einzuschätzen, wie relevant eine Zahl für dein Hotel ist, schau dir an, welche Häuser dahinterstehen, wie lang der Messzeitraum war, wie der Ausgangspunkt aussah und welche Annahmen in die Berechnung eingeflossen sind.
„Hotels steigern ihren Umsatz um X %.“ Ein Durchschnitt über viele Hotels sagt wenig über deins aus. Frage nach, worauf die Zahl beruht (welche Hotels, welcher Zeitraum, welcher Ausgangspunkt) und wie vergleichbar diese Hotels mit deinem in Größe, Lage und Markt sind.
Zusätzlicher Umsatz, der als Gewinn dargestellt wird. Mehr Umsatz ist nicht dasselbe wie mehr Gewinn. Zusätzliche Buchungen können Provisionen, höhere Betriebskosten oder weitere Gebühren mit sich bringen. Frage daher, welche zusätzlichen Kosten hinter der Umsatzzahl stehen.
Eine ROI-Berechnung, die auf einer einzigen angenommenen Steigerung beruht. Wenn der gesamte Business Case auf einem einzigen Prozentwert ruht, kann schon eine kleine Änderung dieser Zahl das Ergebnis komplett verändern. Prüfe, wie sich der Business Case in konservativen, realistischen und optimistischen Szenarien entwickelt, und orientiere dich bei deiner Planung am konservativen Szenario.
Ein Business Case wird deutlich glaubwürdiger, wenn du genau siehst, welche Annahmen das Ergebnis bestimmen.
Fragen, die du vor der Freigabe des RMS-Budgets stellen solltest
Vor der Unterschrift solltest du diese Fragen beantworten können:
- Wie hoch sind die vollen jährlichen Softwarekosten?
- Was kostet das erste Jahr inklusive Einrichtung und Anbindung?
- Gibt es eine Mindestabrechnung?
- Werden Module, die wir brauchen, separat berechnet?
- Sind PMS- oder Schnittstellengebühren enthalten?
- Wie viel interner Einführungsaufwand ist nötig?
- Welche manuelle Revenue-Management-Arbeit sollte das System abnehmen?
- Wo sehen wir derzeit, dass uns Preis- oder Umsatzchancen entgehen?
- Welche messbare Verbesserung würde die Investition decken?
- Mit welchen KPIs bewerten wir die Performance?
- Wie unterscheiden wir den Einfluss des RMS von allgemeinen Marktänderungen?
- Wie und wann prüfen wir die Ergebnisse gegen unseren ursprünglichen Business Case?
Wenn diese Fragen beantwortet sind, wird die Entscheidung viel konkreter, als wenn du nur monatliche Abopreise vergleichst.
Also: Was sollte ein RMS kosten?
Den einen „richtigen“ Preis für eine Revenue Management Software gibt es nicht. Die richtigen Kosten stehen in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen, den das System für das einzelne Hotel realistisch schaffen kann.
Der Abopreis wird erst aussagekräftig, wenn du ihn mit dem Nutzen vergleichst, den das System schaffen kann. Ein teureres RMS kann sich als die bessere Investition erweisen, wenn es dem Hotel größere Umsatzchancen, mehr Zeitersparnis oder weitere betriebliche Vorteile bietet.
Deshalb lautet der sinnvolle Vergleich:
Jährliche RMS-Gesamtkosten
im Verhältnis zu:
realistischem Umsatzpotenzial + Zeitersparnis + operativem Nutzen
Der Lizenzpreis zählt.
Die Wirtschaftlichkeit zählt mehr.
Erstelle den Business Case, bevor du kaufst
Ein guter RMS-Business-Case beginnt mit den eigenen Kosten, der Ausgangsbasis und dem Preisaufwand deines Hotels. Berechne die Gesamtkosten des Systems. Lege deine aktuelle finanzielle und operative Ausgangsbasis fest. Finde heraus, wo Preischancen oder manueller Aufwand liegen. Rechne dann rückwärts:
Welche messbaren Verbesserungen wären nötig, damit sich die Investition in das RMS rechnet? Sobald du diese Schwelle kennst, kannst du anhand deiner eigenen Zahlen beurteilen, ob die nötige Verbesserung für dein Hotel realistisch aussieht.
Wenn du einen hotelspezifischen Startpunkt suchst: Prüfe das Umsatzpotenzial deines Hotels mit happyhotel.
Wenn du noch entscheidest, welche RMS-Funktionen dein Hotel tatsächlich braucht, geht es hier weiter: Revenue Management Software für Hotels auswählen.
Und wenn Revenue Management für dein Team noch neu ist: Revenue Management 101 erklärt die Grundlagen hinter Nachfrage, Prognose, Preisgestaltung, Inventar und Distribution.
FAQ: Häufige Fragen zu Hotel-RMS-Kosten und ROI
Was kostet ein Revenue Management System für Hotels?
Einen einheitlichen RMS-Preis gibt es nicht. Anbieter berechnen pro Zimmer, pro Haus, nach Hotelgröße, Paket oder Modul oder erstellen ein individuelles Angebot. Die Gesamtkosten können außerdem von PMS-Anbindungen, Onboarding, Rate-Shopping-Funktionen, Anforderungen für mehrere Häuser und weiteren Funktionen abhängen. Vergleiche die jährlichen Gesamtkosten der Konfiguration, die dein Hotel tatsächlich braucht, und nicht nur den Abopreis.
Wie wird die Preisgestaltung eines Hotel-RMS üblicherweise berechnet?
Die RMS-Preise können sich nach Zimmerzahl, Anzahl der Häuser, Hausgröße, Funktionsumfang, Produktstufe, Modulen oder einem individuell angebotenen Paket richten. Es können außerdem Mindestgebühren pro Zimmer oder Haus anfallen. Was enthalten ist, hängt vom Anbieter und vom Paket ab.
Wie berechnet man den ROI eines RMS?
Eine vereinfachte Formel lautet: ROI = (finanzieller Nutzen − RMS-Kosten) ÷ RMS-Kosten × 100. Nutze nach Möglichkeit den messbaren zusätzlichen Deckungsbeitrag, Einsparungen bei der Arbeitszeit und andere relevante finanzielle Vorteile, statt davon auszugehen, dass jeder zusätzliche Zimmerumsatz Gewinn ist.
Was ist die Rückzahlzeit eines RMS?
Die Rückzahlzeit misst, wie lange es dauert, bis der messbare Nutzen die Investition deckt. Eine vereinfachte Berechnung lautet: Rückzahlzeit in Monaten = RMS-Investition ÷ durchschnittlicher monatlicher finanzieller Nutzen. Eine allgemeingültige Rückzahlzeit für jedes Hotel gibt es nicht. Das Ergebnis hängt von den Kosten, der aktuellen Preisperformance, den Marktbedingungen und dem Nutzen ab, den das System tatsächlich schafft.
Welche Kosten sollten Hotels beim Vergleich von RMS-Anbietern berücksichtigen?
Berücksichtige das jährliche Abo und alle relevanten PMS- oder Schnittstellengebühren, Onboarding- und Einrichtungskosten, erforderliche Module, Rate-Shopping-Funktionen, Funktionen für mehrere Häuser, Supportkosten und sonstige laufende Gebühren. Trenne die Kosten im ersten Jahr von den laufenden Jahreskosten, wenn einmalige Einführungsgebühren anfallen.
Kann sich ein kleines Hotel ein RMS leisten und lohnt es sich?
Möglicherweise. Die Zimmerzahl allein entscheidet nicht, ob sich die Investition lohnt. Auch ein kleineres Hotel kann deutliche Preischancen haben oder viel Management-Zeit in manuelles Revenue Management stecken. Die nützliche Rechnung lautet: Wie viel messbaren Nutzen müsste das Hotel schaffen, um die kompletten RMS-Kosten zu decken?
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